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Schönbrunner Straße, 1050 Wien

Eleganz zwischen Gründerzeit und Wiener Skyline

Architektur ist an den Ort gebunden. Und ich empfinde den Bauplatz als eine metaphysische Verbindung, eine poetische Verbindung zu dem, was ein Gebäude sein kann. Steven Holl
  • Planungszeit:
  • 2025-2026
  • Leistungsumfang:
  • Architektur, Entwurf, Einreichung, 3D
  • Fotos/Pläne:
  • Martin Haas Architekten
  • 2025-2026
  • Architektur, Entwurf, Einreichung, 3D
  • Martin Haas Architekten

Licht wird zum Hauptakteur in den neuen Wohnräumen der Schönbrunner Straße 60. Durch skulpturale Dachfenster flutet es in die offene Küche, verwandelt den Wohnbereich in eine lichtdurchflutete Bühne und taucht das Schlafzimmer mit seinem begehbaren Ankleidebereich in sanfte Helligkeit. Jeder Raum ist als eigenständige Komposition gedacht, in der Material und Proportion ein subtiles Gleichgewicht eingehen.

Dass diese Räume hoch über einer der traditionsreichsten Straßen Margaretens schweben, verleiht ihnen eine besondere Spannung. Die Schönbrunner Straße, 1898 nach dem kaiserlichen Schloss benannt und zuvor als Hundsturmer Straße bekannt, zählt seit jeher zu den großen Wiener Verkehrsachsen. Im 5. Gemeindebezirk durchzieht sie das urbane Gefüge wie eine Lebensader, gesäumt von Gründerzeitfassaden, deren ornamentale Strenge von einer Epoche des bürgerlichen Selbstbewusstseins erzählt.

Der geplante Dachgeschoßausbau an der Nummer 60 setzt dieser historischen Kulisse eine zeitgenössische Dachlandschaft auf. Weitläufige Terrassen geben einen weiten Panoramablick über die Dächer der Stadt frei, während die neue Kubatur von der Straße aus betrachtet wie eine selbstverständliche Fortführung der bestehenden Architektur erscheint.

So entsteht an der Schönbrunner Straße ein Wohnraum, der zwei Welten verbindet: die Geborgenheit eines Gründerzeithauses und die Leichtigkeit zeitgenössischen Designs, die Tiefe der Geschichte und die Weite des Himmels über Wien.